1925: Fischerhaus

In Equihen bei Boulogne s/mer kauft Masereel ein umgebautes Fischerhaus, in dem er bis 1940 jedes Jahr mehrere Monate lebt und malt; Besuch von George Grosz und seiner Frau in Equihen; gleichzeitig in Paris und München erscheint die Holzschnittfolge "La Ville"/"Die Stadt".


Am Strand von Boulogne s/mer, 1925, (v.l.n.r.:) Pauline Masereel, Masereels Mutter, Eva Grosz und George Grosz

Thomas Mann

 “Masereel hat ein Buch Bilder geschnitten. ‘Die Stadt’, - unsere ganze Zivilisation in ihrer blutigen Phantastik eingefangen in diese hundert Tafeln, gesehen mit einem richtenden und erbarmenden Blick, grotesk und greuelhaft in unerbittlicher Lebensgemeinschaft. Es starrt von tragischem, höllenlächerlichem, verdammtem Widersinn; alle Gesichte krassester Gegenwart rollen ab beim Durchblättern dieses deutsch-niederländischen ‘Blockbuches’ up to date, einer Gegenwart, angeklagt und verurteilt durch ein schilderndes Künstlertum (...).” (Einleitung zur Volksausgabe des “Stundenbuches”, München 1926, S. 17)

Conrad Felixmüller

“Bei Masereel traf ich George Grosz, und bei Billiet, dem ich von Sternheim empfohlen worden war, sah ich die Ausstellung meiner Holzschnitte. So klein Billiets Kunsthandlung war, so intensiv setzte er sich für die von ihm vertretenen Künstler ein: für Lefauconier, vor allem für Masereel.” (Gerhard Söhn (Hg.), Conrad Felixmüller: Von ihm - über ihn, Düsseldorf 1977, S. 239/240.


Holzschnitt von  Masereel aus der "Passion" als Titelblatt der skandinavischen Ausgabe von "Monde", Dezember 1925


Masereel-Zeichnung für Upton Sinclair, Der Industriebaron, Malik-Verlag, 1925


Aushang der Gemeinde Outreau, mit dem das Haus des Malers Charles Cazin zum Verkauf angeboten wurde, das Masereel erwarb


Plan von Masereels Haus in Equihen, der "Maison du Calvaire"