1957: Ausstellung in der DDR

Ausstellung in der Deutschen Akademie der Künste in Berlin (DDR).



Masereel im Katalog zu dieser Ausstellung

“Die Kriegsdrohung muß in erster Linie verschwinden und der Mensch muß auf der Welt frei leben können. Gerade angesichts der Bedrohung, die uns heute umgibt, müssen auch die Künstler den Menschen wieder in den Mittelpunkt ihrer Darstellung rücken.”

 Aus der Rede Otto Nagels zur Eröffnung am 5. Oktober

“In der Zeit zwischen den beiden großen Weltkriegen übten die berühmten Holzschnittfolgen - seine Romane ohne Worte - einen nachhaltigen Einfluß auf wirklich viele Menschen in Deutschland aus. (...) Was war es denn, was die jungen Menschen bei diesen Werken so ansprach? Es war ganz einfach die Tatsache, dass Masereel über die unbarmherzige Kritik an den Mißständen der sozialen Ordnung, über die nur negative Dokumentation der Zeit hinausstieß und den Helden und Gestalten seiner Bilderromane etwas kämpferisch Heroisches gab. Seinen Menschen glaubte man, dass sie sich aus der Misere ihres Daseins befreien werden. Dieser Optimismus und diese Überzeugung waren es, die das Werk von Masereel zu einem Leuchtfeuer werden ließen.” (Ausst. Kat., Otto Nagel. Berlin (DDR) 1984, S. 48).