1967: Vorms: "Gespräche mit Masereel"

Entwurf von Dekorationen und Kostümen für die Aufführung der "Zauberflöte" W. A. Mozarts an der Städtischen Bühne Heidelberg; Ausstellung in Kaiserslautern und Heidelberg aus diesem Anlaß; Pierre Vorms veröffentlicht "Gespräche mit Frans Masereel" in Dresden und Zürich; Verleihung der Käthe-Kollwitz-Medaille in Berlin (DDR).


Aus dem Vorwort zu "Krieg und Gewalt"

“Was gibt es Schrecklicheres als den Krieg? Gibt es Dinge, die idiotischer und verbrecherischer sind als er? Wie kann man vor einer derartigen Ungeheuerlichkeit gleichgültig bleiben? Was kann man gegen diese Geißel der Menschheit tun, die sich von Tag zu Tag in der grauenvollen Kunst des Tötens perfektioniert? Das sind Fragen, die sich viele menschliche Wesen stellen ..., wenigstens die von uns, deren Hirn noch arbeitsfähig ist. Der Künstler kann - leider - nichts als Zeuge sein, erzählen oder zeichnen, was er hörte oder sah. Ist es nicht letztlich ein Werk für den Frieden, die Schrecken des Krieges zu zeigen? Die Auswahl der Wiedergaben, die hier vorgestellt sind, zeigt teils Ereignisse, die ich selbst gesehen habe, teils solche, die mir Zeugen oder Teilnehmer berichteten, teils schließlich solche, die meiner Vorstellung entstammen, die, wie ich gestehen muß, jedenfalls hinter der Realität zurückbleibt.” (Vorrede, datiert “3.9.1967", in: Krieg und Gewalt, Hanau 1968)


Frans Masereel, Laure Malclès und der Intendant der Städtischen Bühne Heidelberg, Hans Peter Doll, im September 1967 in Heidelberg.