1968: Ehrensenator in Dresden

Pauline Masereel stirbt am 10. September in Nizza; Masereel wird zum Ehrensenator der Hochschule für Bildende Künste in Dresden ernannt; die Holzschnittfolgen "Mains" und "Antwerpen" erscheinen.


Aus der Rede in der Hochschule für Bildende Künste in Dresden am 9. September

“Was mir mein Lehrer mit auf den Weg gegeben hatte, war nicht wenig. Das war die unendliche Vielfalt des Lebens in mir und außer mir. Das war auch diese manchmal bittere Wahrheit, dass keiner für mich schaffen konnte, dass keiner mir die tägliche Erfahrung, ob Freude, ob Schmerz, abnehmen konnte, durfte. Heute glaube ich fester denn je, dass Kunst nur als freie Entwicklung der Persönlichkeit, durch das ungehinderte Zusammenwirken aller Kräfte möglich ist. Jedes Dogma, jede Vorschrift verhindert die Konzentration, ohne die kein Kunstwerk hervorgebracht werden kann.” (Typoskript, Frans-Masereel-Stiftung, Saarbrücken)